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Samstag, 7. Februar 2009

Vom Müssen und Dürfen – Investigativer Journalismus at its best

Der Standard greift eine heikle Frage auf, über die sonst bevorzugt geschwiegen wird: Weshalb verstößt der Grundwehrdienst für Männer eigentlich nicht gegen das Diskriminierungsgesetz?
So sehr dieser Vorstoß in Sachen investigativer Journalismus an sich zu begrüßen ist, so ernüchternd fallen die Antworten aus, was wohl zum Teil auch daran liegen mag, wen man zu diesem Thema befragt hat:
„Ein Sprecher des Heeres erklärt im Gespräch mit derStandard.at: 'Von einer Diskriminierung sind wir weit entfernt, da ja alle Staatsbürgerinnen freiwillig Dienst im Bundesheer versehen können'. Dass jeder männliche Staatsbürger wehrpflichtig ist, sei eben so im Bundes-Verfassungsgesetz geregelt.“

Damit scheint die Sache auch schon wieder erledigt zu sein. Wie wäre es, hier einmal ernsthaft nachzufragen? Herr Klenk, ich fürchte zwar, dass Sie besseres zu tun haben, aber wäre das nicht einmal ein Thema?

Dienstag, 3. Februar 2009

Handtaschl!

Herr Mitterlehner erdreistet sich, die Sinnhaftigkeit von Quotenregelungen in Frage zu stellen. Dafür gibt's natürlich sofort das rosane Handtaschl verliehen!

Samstag, 31. Januar 2009

ZivildienerIn?

Im aufgeklärten und politisch korrekten Umfeld, in dem ich mich als Zivildiener bewege, ist es selbstverständlich, Begriffe grundsätzlich zu gendern. Das ist neudeutsch und bedeutet im Wesentlichen, in der deutschen Sprache an sich geschlechtsneutrale Begriffe durch Anfügen der Endsilbe -In bzw. -Innen sexistisch aufzuladen, ganz im Orwellschen Sinne unter der Vorgabe, eigentlich genau das Gegenteil zu wollen. Dabei hat allerdings streng selektiv vorgegangen zu werden. So werden beispielsweise Begriffe wie WissenschaftlerInnen oder NobelpreisträgerInnen grundsätzlich gegendert, Wörter wie Verbrecher, Mörder, Soldaten oder Zivildiener hingegen nie.